Mit einer Förderung der Doris-Wuppermann-Stiftung sind wir in Runde zwei unseres Formats Bildungskonferenz gestartet. Dieses Jahr haben wir uns unter dem Titel "Bildungsgerechtigkeit schaffen! Chancengerechtigkeit im Kontext von Flucht und Migration" versammelt und gemeinsam diskutiert und Lösungsansätze erarbeitet. Was bedeutet Bildungsgerechtigkeit oder auch Ungerechtigkeit? Wie können wir dieser Herausforderung begegnen?



Den Auftakt dieser Bildungskonferenz bildete ein Paneltalk zur Leitfrage "Wie kann Chancengerechtigkeit im Kontext von Flucht und Migration erreicht werden?", mit Carolina Kecskemethy, Mohammed Jouni und Heike Kammer. Im Gespräch wurden strukturelle Hürden, pädagogische Antworten und politische Handlungsbedarfe beleuchtet.
Im Anschluss luden zwei Workshops zur Vertiefung ein: Mohammed Jouni gestaltete einen Workshop zu diskriminierungskritischer Bildungsarbeit – mit Fokus auf Machtkritik und Sprache. Milo Al Ezairej führte durch Performing Identity – einen Workshop, der Drag, Bewegung und Storytelling als kreative Werkzeuge für Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Ausdruck von Gefühlen nutzte.

Mohammed Jouni
Mohammed Jouni ist freiberuflicher Bildner und Dozent an einer Hochschule für Soziale Arbeit. Er lehrt zu den Themen Flucht, Migration, postkoloniale Theorie und Rassismusforschung und begleitet Schulen über mehrere Jahre in Prozessen der inklusiven Schulentwicklung.

Milo Al Ezairej
Milo Al Ezairej ist Künstlerin und Bildungsreferentin mit Schwerpunkten auf Empowerment, Identität, Zugehörigkeit und kreativen Ausdrucksformen.
Drei Leitfragen begleiteten uns durch den Tag und luden zur kontinuierlichen Reflexion ein:
Wo begegnet uns Ungerechtigkeit in der eigenen Arbeit – und was bedeutet (Un-)Gerechtigkeit überhaupt?
Diese erste Frage öffnete den Raum für eine gemeinsame Begriffsklärung und den Blick auf gelebte Realitäten im pädagogischen Alltag.
Die zweite Frage richtete den Fokus auf die konkret-praktische Ebene:
Welche Handlungsmöglichkeiten nehmt ihr aus dem heutigen Tag mit?
Die dritte schließlich weitete den Blick über den individuellen Handlungsrahmen hinaus:
Welche Forderungen ergeben sich aus den Erkenntnissen des Tages an Politik und Institutionen?
Damit verknüpfte die Konferenz drei Ebenen – das eigene Verständnis, das konkrete Handeln und den strukturellen Wandel – und machte deutlich, dass Bildungsgerechtigkeit auf allen drei zugleich gedacht und umgesetzt werden muss.
Unser herzlicher Dank gilt der Doris-Wuppermann-Stiftung für die Förderung, dem Pulsraum für die Gastfreundschaft sowie allen Mitwirkenden und Teilnehmenden, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben.


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